Banner: Feuerwehr Zwickau Cainsdorf
» zur Community: anmelden | registrieren | PW vergessen? Sonntag, 05. September 2010
PicturemapSitemapImpressum
Bild: Feuerwehr
aktuelles
Portal
Dienstpläne
Terminkalender
Themen
Fw-Lexikon
online
Feuerwehr
Katastrophenschutz
Der Verein
Jugendfeuerwehr
DRK Cainsdorf
kontakt
Gästebuch
Forum
E-Mail-Kontakt
Links
sonstiges
Cainsdorf
Bergbau
Veranstaltungen
Galerien
Pressespiegel
Disclaimer
Impressum
 
Besuche seit 11.10.02
9.420.437 Klicks:
329.184 Gesamt:
101 Gestern:
63 Heute:
17 Online:
 
Seite 1 von 1   Bookmark (IE)
 

Cains­dorf - ...ein kleiner Ort in Zwickau...!?

Vom  »Datum unbekannt«  in Kategorie Ortsvorstellung...
Blickt man vom öst­lichen Ufer der Zwickauer Mulde (268m ü NN.) von der soge­nann­ten "Salzst­raße" auf den ersten hohen Vor­berg des Erzge­bir­ges (391m ü NN.), so nimmt man dort den spit­zen Turm der neugotischen Kir­che und das neue Wohn­gebiet wahr. Ein Teil der Gemeinde Cains­dorf liegt ein­gebettet im engen Tal, das steil ansteigend die Cains­dor­fer Höhe erklimmt. Noch vor 170 Jah­ren soll dieses Tal ein von einem Bach durch­flos­sener Hohl­weg mit mäch­tigen Fich­ten gewesen sein.

Eine alte Chronik weiß zu berich­ten:

Allein je höher man in dem Tale empor­steigt, desto mehr wird einem das Dorf gefal­len. Von dem Berge, auf dem die Kir­che steht, hat man einen Pracht­vol­len Aus­blick auf das Mul­den­tal mit Zwickau, Schedewitz und Bockwa, und auf Planitz... und das Erzge­bir­ge. Der obere Teil von Cains­dorf mit Kir­che, Pfar­rhaus und den Schulen ist gänz­lich erhaben über den Dunst und Rauch des Tales, durch­weht von gesun­der Gebirgs­luft.

1839 schlägt die Geburts­stunde der großen Indust­rie in Cains­dorf. Die "Königin-Marien-Hüt­te" ent­steht.

Das Land ver­langt nach Schienen und Stahlb­rücken für das sich ent­wickelnde Eisen­bahn­netz. 1842 nahm die Marien­hütte die Produk­tion von Roheisen und Stahl auf. Verarbeitet wur­den zunächst Eisenerze aus Stenn und Koks aus Zwickau. Um 1850 waren in der Marien­hütte etwa 1200 Arbeiter beschäf­tigt. Neben Dampf­maschinen waren 1855 60 Bessemer­kon­ver­ter zur Stah­lher­stel­lung im Ein­satz. Im Jahre 1865 zählte das Unter­neh­men 1800 Mitarbeit­er. Neben einigen tausend Stahlb­rücken­konst­ruk­tionen ent­stand hier auch die Konst­ruk­tion für die Elbb­rücke in Dres­den-Losch­witz, - wegen ihres blauen Far­banst­riches "Das blaue Wun­der" genannt. Die Losch­wit­zer Brücke, 1893 ein­geweiht, galt mit ihren 141,5 Metern Spann­weite als tech­nisches Wun­der­werk. Bei ihrer Projek­tierung und Konst­ruk­tion stießen ihre Schöp­fer in damals neue Bereiche von Wis­sen­schaft und Tech­nik vor.

Ins­beson­dere mit dem Ent­stehen der großen Indust­rie schnellte die Ein­woh­ner­zahl Cains­dorfs in die Höhe, 1864 zählte man 2156, 1869 2432 Ein­woh­ner. 1903 erreichte die Bevöl­kerung gar 4300 Köp­fe.

So ver­wun­dert es nicht, dass um 1856 in der damaligen Säch­sischen Lan­des­kir­che der Gedanke einer Tren­nung von Planit­zer und Cains­dor­fer Gemeinde an Leben gewann. Diakonus Rudolph Rost prak­tizierte diesen Gedan­ken auf seel­sor­gerischen Wegen.

Schließ­lich setzte die damalige pat­ronat­sher­rin, ver­wit­wete Frau Kam­mer­herr von Arnim, geborene Reichsg­räfin und Edle Frau zu Lip­pe-Weißen­feld auf Schloß Planitz den Bau einer Kir­che und die Grün­dung einer Parochie Cains­dorf durch. Freilich gab es viele und schwere Ver­hand­lung­en, ehe es zur Tren­nung und Ver­möge­nsteilung kam. Am 4. Juni 1860 wurde in dieser Ange­lege­nheit der erste Ter­min abge­hal­ten und um Mai 1867 der Letz­te.

Am 27. April 1868 erfolgte die Grund­steilegung für den Bau der Kir­che, der auch nach heutigen Maß­stäben schnell von stat­ten ging. Klin­ker­ziegel bil­deten das Baumater­ial, die in der eigenen Ziege­lei der Königin-Marien-Hütte gebrannt wur­den. Aus gleichem Mater­ial ent­stan­den auch das Pfar­rhaus, die beiden Kir­chen­schulen und die des Fried­hof­gärt­ners.

Am 1. Novem­ber 1869, vor fast 130 Jah­ren, konnte das neue Got­tes­haus ein­geweiht wer­den. Der Holz­bil­dhauer Oskar Rühm schuf 1895 die in unserem Land ein­malige Kreuzigungs­grup­pe. Das Haupt des gekreuzig­ten Heilands ist den knieen­den Hüt­tenarbeit­ern zuge­wandt. Diesem gege­nüber ebe­nfalls knieend - ein jun­ger bergknappe in All­tagst­racht.

In der plas­tischen Bild­kom­position wer­den charak­ter­istische Wur­zeln der geschicht­lichen Ent­wicklung Cains­dorfs sicht­bar. Mühen, Hoff­nungen und Gläubig­keit prägen Gestik und Mimik von schwer arbeit­enden Men­schen.

In den 90er Jah­ren des aus­gehen­den 20. Jah­rhun­derts stehen für Bür­germeis­ter Klaus-Dieter Mar­tin und den Gemein­deräten viel­fäl­tig­ste komp­lizierte Auf­gaben zur Lösung an. Ein gan­zes Spekt­rum von Fragen nach moder­nem Wohn­kom­fort ist zu beant­wor­ten.
Wer sehend die Gemeinde besucht, wird das private und kom­munale Bemühen zur Kennt­nis neh­men, die Alt­bausub­stanz zu sanieren und ihr eine helle und freund­liche Fas­sade zu geben.

Noch sind es Farb­tup­fer, die zu einem schönen und far­benfrohen Orts­bild zusam­men­wach­sen sol­len. Auch des­halb wurde die Grund­stein­legung zum neuen Wohn­gebiet an der Kirchst­raße am 26. Oktober 1994 unter das Motto "Mit Freude bauen" gestellt.

In wun­der­barer Land­schaft, so wurde in der Fest­rede zur Grund­stein­legung her­vor­gehoben, ent­stehen unter Berücksich­tigung denk­malpf­lege­rischer Gesicht­spunkte auf dem Cains­dor­fer Berg in einem ersten Bauabsch­nitt 85 Woh­nung­en.

Ihre Projek­tierung könnte man als "zusam­men­hän­gende Ein­zel­bebauung" bezeich­nen. Zusam­men­hän­gend und rationell bauen und gleich­zeitig den Ein­druck von Ein­zel­häusern ver­mit­teln, darin besteht die Idee des Architek­ten. So ent­steht in den näch­sten Jah­ren absch­nitts­weise ein neuer Orts­kern mit moder­ner Inf­rast­ruk­tur für nahezu 1000 Ein­woh­ner. Noch 1995 zogen die ersten Mieter ein.

Logisch, dass dies u.a. auch auf­wen­dige Baumaß­nah­men für neue Straßenabsch­nit­te, Abwas­ser­beseitigung und Trink­was­ser­bereit­stel­lung erfor­der­lich mach­te. Erin­nert sei an den grun­dhaf­ten Aus­bau der Kirchst­raße und an die wenig später fer­tig­gestellte Bergstraße. Gleich­laufend wur­den und wer­den große Anst­ren­gungen unter­nom­men, das 14,2 km umfas­sende Straßen­netz des Ortes instand zu hal­ten und schritt­weise zu ver­bessern.

Dabei muss der ver­nünf­tige ökonomisch Grund­satz gelten: Straßenabsch­nitte erst dann grun­dhaft zu erneuern, wenn alle erfor­der­lichen Unter­flur­leitungen in der Erde liegen.
Cains­dorf mit seinen 305 ha Fläche liegt in einem Ter­ritorium, des­sen Trink­was­ser­qualität der gül­tigen gesetz­lichen Verord­nung ent­spricht, d.h. recht gut ist.

Der Gemein­dever­wal­tung ist bewußt, dass die hohe Qualität des wohl wich­tig­sten Lebens­mit­tels der Inves­tition­stätig­keit im Ort und den Lebens- und Wohn­bedürf­nis­sen der Bür­ger wich­tige Impulse zu geben ver­mag. Das bedeutet, Ent­scheidungen für oder gegen einen bestimm­ten Wohn- oder Arbeit­sort wer­den zukünf­tig immer stär­ker vin der ver­füg­baren Trink­was­ser­qualität beein­flusst. Sol­che Zusam­men­hänge müs­sen des­halb im Inter­esse der Ort­sent­wicklung über­zeuge­nder propagiert wer­den.

Wesent­lich für die Ent­wicklung moder­nen Wohn­kom­forts ist auch, dass für Cains­dorf Erdgas als völ­lig neuer und umweltf­reund­licher Ener­giet­räger zur Ver­fügung steht.
Seit 1993 wur­den in aufeinan­der­fol­genden Etap­pen viele Haus­halte mit Erdgasansch­lüs­sen aus­gerüs­tet und seit 1996 wird Cains­dorf flächen­deckend mit Erdgas ver­sorgt.

Mit dem Bau und der Inbe­trieb­nahme der Ver­mitt­lungs­stelle für digitale Fer­nmel­detech­niken in Cains­dorf wurde für die Gemeinde und den gesam­ten Raum Wil­kau-Haß­lau das Tor zur Infor­mations­gesell­schaft auf­gestoßen. Dass dies geschehen konn­te, hat seine Ursache in der schnel­len Ver­mitt­lung eines geeig­neten Baug­rund­stückes durch die Gemein­de.

Seit 1996 kön­nen wohl alle Infor­mations­bedürf­nisse von Bür­gern, Indust­rie und auf­strebe­ndem ort­san­säs­sigen Hand­werk und Gewerbe befriedigt wer­den. Aus dieser Prob­lem­sicht resul­tiert das Bemühen der Gemein­dever­wal­tung, für das Wir­ken und die Ansied­lung von Hand­werks- und Land­wirt­schafts­betrieben und Gewer­betreibe­nden gün­stige Bedin­gungen im Ort zu schaf­fen.

Gege­nwär­tig arbeiten 3 größere Indust­riebe­triebe in der Gemein­de.
Einer der Indust­riebe­triebe, die SAM - Säch­sische Anlagen- und Maschinen­bau GmbH, Nach­fol­gerin der DFA, ist, gewis­ser­maßen in der Tradition der Erbauer des "Blauen Wun­ders" stehend, mit dem erfolg­reich bewäl­tig­ten Projekt Hoch­bahn­viadukt Obe­rbaum­brücke in Berlin, in die Schar prominen­ter Brücken­bauer zurückge­kehrt.

Stän­dige und aner­kannte Unter­stüt­zung wer­den dem Kin­der­gar­ten der Gemein­de, dem Hort und der Gemeinde zuteil. Dabei geht es nicht nur um unter­stüt­zende Maß­nah­men durch die Gemein­dever­wal­tung. Her­vor­hebe­nswert sind ciel­mehr die zahl­reichen Aktivitäten von Eltern und Großel­tern bei der Renovierung dieser Ein­rich­tung­en, die zudem auch Wün­sche der Kin­der berücksich­tigen. Liebe­voll und sach­kun­dig umsorgt, füh­len sich die Kin­der in Kin­der­gar­ten und Schul­hort sehr wohl.

Hilfe und Unter­stüt­zung, sie von Hand­wer­ksbe­trieben und Gewer­betreibe­nden geleis­tet wer­den, sind ebe­nfalls zu wür­digen. Sie umfas­sen kos­ten­lose Arbeit­sleis­tungen und Geldspen­den. Dies alles hat dazu beige­tragen, ein Gefühl der Zusam­men­gehörig­keit zu bewah­ren. In kos­ten­gün­stig von der Gemein­dever­wal­tung zur ver­fügung gestell­ten Räum­lich­keiten konn­te, mit Unter­stüt­zung der ort­san­säs­sigen Betriebe, auch die Verein­stätig­keit belebt wer­den.

Erin­nert sei ledig­lich an die Klöpp­lerin­nen und Schnit­zer, die sich der Erhal­tung alter erzge­bir­gischer Traditionen ver­schrieben haben. Und natür­lich gehen Klein­gärt­ner - Die Klein­gar­tenan­lage "Gol­dene Son­ne" bestand 1995 85 Jahre - Tier­freunde und Sport­ler in ihren Vereinen begeis­tert ihrem Hobby mach.

Über allem aber wacht, um Sicher­heit und Brand­schutz zu gewähr­leis­ten, Cains­dorfs Freiwil­lige Feuer­wehr, die 2004 ihren 100. Jah­res­tag beging. Der aus diesem Anlaß vor­geführte ver­gleich mit den tech­nischen Mög­lich­keiten der ver­gan­genen Jahr­zehnte fiel über­zeugend zugun­sten der gege­nwär­tig ver­füg­baren Tech­nik aus.

.
Von der Höhe des Cains­dor­fer Berges hat man nicht nur eine phan­tas­tische Aus­sicht, son­dern gleich­galls nur wenige Minuten zu Fuß ins reiz­volle Wan­der- und Naher­holungs­gebiet Plotschg­rund. Es ist Bestand­teil des Land­schafts­schutz­gebietes "Süd­lich Zwickau". Auf gut bege­hbaren und jüngst in Ord­nung gebrach­ten Wegen ist ein sehr viel­seitiges Ange­bot der Natur erreich­bar.

Die land­wirt­schaft­lichen Nutzf­lächen im Land­schafts­schutz­gebiet wer­den nach den Prin­zipien umwelt­gerech­ten Acker­baus bewirt­schaft­et. Sie bein­hal­ten einen gan­zen Katalog von Vorsch­rif­ten und Emp­feh­lungen zum Schutz dieses Gebietes.
Las­sen wir uns des­halb bei unserem Nach­den­ken stets von dem Gedan­ken leiten, aus den der Gemeinde ver­füg­baren Mit­teln auch stün­dig das Beste für unsere Gemeinde zu machen.
Autor: Heimatverein Cainsdorf e.V. / D. Gilger
Dieser Artikel wurde 7385 mal gelesen.
 
«...

1

...»
 
 
 
  
 
 

FFC-Galerien

Unser großes Archiv mit Bil­dern der besten Veran­stal­tung­en...
 
Zufallsbild | Zu den Galerien
 
 

Terminkalender

Veran­stal­tung­en, Dien­ste, Schulungen etc...
 

September 2010

Mo Di Mi Do Fr Sa So
  12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930   
 
 

Pressespiegel

27. März. 2009
Wehrleiter gibt Staffelstab weiter
 
25. März. 2009
Brand in Tischlerei
 
11. März. 2009
Cainsdorfer wählt Bundespräsident
 
 
 

Extras / Themen


Wehr wegen eines maroden Fahr­zeuges zeit­weise abge­mel­det

Jugend­feuer­wehren rin­gen um Nach­wuchs

Bun­desprä­sident lobt Ehrenamt als „Lebens­elixier“
 
 

Siteansicht

Hier können Sie Einstellungen an der Site vornehmen...
 

Schriftgröße:

A A A A
 
 
Copyright © 2002 - 2010 by Feuerwehr Cainsdorf e.V.
Alle Rechte vorbehalten