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Wehr wegen eines maroden Fahrzeuges zeitweise abgemeldet Vom 19. Feb. 2008 in Kategorie Themen... Hauptuntersuchung zeigt gravierende Mängel
Langenweißbach. Weil die Dekra-Hauptuntersuchung derart gravierende Mängel zutage gefördert hatte, dass für das Löschfahrzeug keine Plakette erteilt werden konnte, musste sich die Freiwillige Feuerwehr Weißbach per 26. Januar abmelden. Das geht aus den Unterlagen der Leitstelle Zwickau hervor. Anders gesagt, die Weißbacher Wehr war spätestens ab diesem Zeitpunkt nicht mehr einsatzbereit.
So hatten die Dekra-Prüfer an dem Löschfahrzeug vom Typ Unimog, Baujahr 1961, korrodierte Bremsleitungen, ungleichmäßige Bremswirkung und zu großes Achsspiel bemängelt. Auch mit der Beleuchtung war nicht alles so, wie es sein sollte. „Zwischenzeitlich haben wir das Fahrzeug in eine Werkstatt gebracht und hoffen, dass spätestens am Montag die Einsatzbereitschaft der Wehr wieder gewährleistet ist“, erklärte Wehrleiter Thomas Hasenöhrl auf Anfrage.
Auch wenn die Einsatzbereitschaft kurzfristig wieder gegeben ist, dürfte das Problem längst nicht vom Tisch sein. Allein schon deshalb, weil sich in den zurückliegenden Tagen einige Ungereimtheiten ergeben haben. Bürgermeister Jörg Richter (CDU) hat deshalb von der Wehrleitung alle erforderlichen Unterlagen angefordert, um Licht in das Dunkel zu bringen. Obwohl noch nicht alle Dokumente im Rathaus vorliegen, deutet sich schon jetzt ein schwerwiegendes Versäumnis seitens der Wehrleitung an. „Nach dem, was mir bisher an Informationen zugänglich ist, wäre die Hauptuntersuchung bereits im Mai vergangenen Jahres fällig gewesen. Hier besteht Erklärungsbedarf“, stellte Richter klar.
Angedeutet hatte sich das Dilemma bereits zur Bauausschusssitzung am 14. Januar. An diesem Abend machten die Weißbacher Männer in Blau den Ausschussmitgliedern noch einmal deutlich, dass sich in Bezug auf die Ersatzbeschaffung eines Fahrzeuges dringend etwas tun müsse. „Dass die Einsatzbereitschaft gefährdet sei, wurde dort nicht eindeutig zum Ausdruck gebracht“, so Richter.
Umso verwunderter war er, als ihm am 23. Januar ein Fax mit der vernichtenden Einschätzung der Dekra auf den Schreibtisch flatterte. Noch am selben Tag habe er den Kreisbrandmeister und auch den zuständigen Fachdienstleiter persönlich über den Sachstand in Kenntnis gesetzt. „Alle Informationen dieses Gespräches habe ich sofort an den Wehrleiter weitergegeben.“
Mögliche Bedenken der Einwohner von Weißbach hinsichtlich der Hilfe im Fall der Fälle, konnte Richter ausräumen: „Entsprechend des Ausrückeverzeichnisses werden die Aufgaben der Weißbacher Wehr von anderen Feuerwehren wahrgenommen. Die Sicherheit ist zu jederzeit gewährleistet.“ Er fügte hinzu, dass die Kommune seit Jahren auf die Ersatzbeschaffung eines Fahrzeuges für die Wehr hinarbeitet und die erforderlichen Mittel angespart hat. Autor: Andreas Wohland - Freie Presse Dieser Artikel wurde 23718 mal gelesen. |
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